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Kranzreiten

Kranzreiten in Förste

von Nico Weiberg

Das Kranzreiten blickt auf eine lange Tradition zurück. Wie auch beim Schütt`nhoff haben sich ganz
bestimmt Regeln und Vorgehensweise mit der Zeit geändert. Trotzdem ist der Brauch bis heute
erhalten geblieben und findet alljährlich zu Pfingsten in Förste statt. Um einen weiteren Ausfall wie in
diesem Jahr zu verhindern, haben mich die neuen Schützenmeister gebeten, etwas aus der Historie
des Kranzreitens zu berichten. Ich habe deshalb mein Bücherregal bemüht und hoffe mit dieser
kleinen Zusammenfassung die geschichtliche Bedeutung dieses Brauchtums zu unterstreichen. Sie
soll dazu dienen, diese tolle Tradition auch weiterhin lebendig zu halten und als Werbung dienen.

Das Kranzreiten blickt auf eine lange Tradition zurück. Wie auch beim Schütt`nhoff haben sich ganz
bestimmt Regeln und Vorgehensweise mit der Zeit geändert. Trotzdem ist der Brauch bis heute
erhalten geblieben und findet alljährlich zu Pfingsten in Förste statt. Um einen weiteren Ausfall wie in
diesem Jahr zu verhindern, haben mich die neuen Schützenmeister gebeten, etwas aus der Historie
des Kranzreitens zu berichten. Ich habe deshalb mein Bücherregal bemüht und hoffe mit dieser
kleinen Zusammenfassung die geschichtliche Bedeutung dieses Brauchtums zu unterstreichen. Sie
soll dazu dienen, diese tolle Tradition auch weiterhin lebendig zu halten und als Werbung dienen.

Ältere Geschichte

Als die Geburtsstunde des Kranzreitens dürften die Ungarneinfälle in den Jahren 912, 918 und 924
gelten. In diesen Jahren griffen berittene ungarische Soldaten Deutschland an. Die Verteidiger,
Fußtruppen des sächsischen Heeres, waren den Angreifern hoffnungslos unterlegen. Es kam zu
einem neunjährigen Friedensvertrag. Diese Zeit wurde genutzt, um Städte und Burgen mit Mauern zu
schützen. Aber es wurde eben auch das sächsische Reiterheer aus der Taufe gehoben. Und die dazu
notwendigen Reiter wurden auf dem Lande rekrutiert. Dazu bedurfte es Reitübungen. Roß und Reiter
wurden geprüft: : Die Entstehung unseres heutigen Kranzreitens!

Die Wehrübungen wurden selbstverständlich nicht nur in Förste durchgeführt. Sie sind bspw. auch
für unsere Nachbarn aus Eisdorf und Willensen überliefert und genau so für etliche weitere
besiedelte Gebiete in Niedersachsen, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und andere östliche
Gebiete. Übrigens fielen die Ungarn nach der Friedenszeit in den Jahren 933 und 955 erneut in
Deutschland ein und wurden von der sächsischen Reiterei erfolgreich zurückgeschlagen. Wer weiß,
vielleicht waren auch Förster oder Menschen aus den anderen Söstaler Ortschaften Teil der
siegreichen sächsischen Truppen auf dem Rücken der Pferde?!

In späteren Jahrhunderten finden sich immer wieder Aufzeichnungen über das Kranzreiten im
Geldregister des Förster Adelsgeschlecht derer von Oldershausen. Das Pferd ist ohnehin ein oft
wiederkehrendes Element in der Geschichte unserer Ortschaft. So hat Napoleon bspw. im teilweise
französisch besetzten Deutschland in den Jahren 1811 / 1812 ein Depot für Militärpferde in Förste.
Und im Jahr 1636 sind bereits 70 Pferde für Förste registriert, im Jahr 1845 sind es sogar 172 Tiere.
Wer also unser Ortswappen betrachtet, sieht nicht ohne Grund ein stolzes Pferd mit einem Kranz um
seinen Hals.


Original-Fotos

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Wir, Heimatkundliche Dorfgemeinschaft Förste-Nienstedt e.V. (Vereinssitz: Deutschland), verarbeiten zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in unserer Datenschutzerklärung.
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